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Technik · Alexandrit 755 nm

Alexandrit-Laser: wie er wirkt, für wen er passt und wie die Behandlung abläuft

Der Alexandrit-Laser ist der meistgenutzte Laser für die dauerhafte¹ Haarentfernung bei heller bis mittlerer Haut. Dieser Ratgeber erklärt, wie die 755 Nanometer wirken, für welche Hauttypen und Haare der Laser passt, wie eine Behandlung bei Laserazor abläuft und was du vorher und nachher beachten solltest.

12 Min. Lesezeit·Verfasst vom Laserazor NiSV-Fachteam·Fachlich geprüft: Fachkräfte mit Fachkunde nach NiSV
Veröffentlicht: ·Aktualisiert:
NiSV-Fachkunde
Fachlich geprüft vom
Laserazor NiSV-Fachteam
Fachkräfte mit nachgewiesener Fachkunde nach der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NiSV). Über 100.000 Behandlungen in Berlin, München und Augsburg mit Alexandrit- und Nd:YAG-Lasern der Klasse IIb.
Behandlung eines Unterschenkels mit dem Alexandrit-Laser bei Laserazor · KI-generiert
Behandlung eines Unterschenkels mit dem Alexandrit-Laser bei Laserazor. Symbolbild.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alexandrit-Laser arbeiten mit 755 Nanometern, der Wellenlänge, die das Haarpigment am stärksten aufnimmt.
  • Erste Wahl bei Hauttyp I bis III nach Fitzpatrick und dunklem bis mittelbraunem Haar; bei dunkler oder gebräunter Haut wechselt die Fachkraft auf Nd:YAG 1064 nm.
  • Sechs bis zehn Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen, weil nur Haare in der Wachstumsphase reagieren (20 bis 30 Prozent je Zone).
  • Cochrane-Übersicht 2006: rund 50 Prozent Haarreduktion schon nach ein bis drei Sitzungen für Alexandrit und Diode; nach der vollen Serie ist die Zone dauerhaft¹ haarfrei.
  • Bei Laserazor: Lutronic Clarity II und Candela GentleMax Pro Plus, Klasse IIb, Kühlung vor jedem Impuls, 0 € Probesession für eine komplette Zone.

Was ist ein Alexandrit-Laser?

Ein Alexandrit-Laser ist ein Festkörperlaser, der Licht mit einer Wellenlänge von 755 Nanometern abgibt und in der Haarentfernung als Standard für helle bis mittlere Hauttypen gilt.

Der Name kommt vom Laserkristall: ein synthetischer Chrysoberyll mit Chrom, nach dem Edelstein Alexandrit benannt. Der Kristall wird mit Blitzlampen angeregt und gibt dabei rotes bis nahinfrarotes Licht ab. Für die Haarentfernung ist diese Wellenlänge so wertvoll, weil das Haarpigment Melanin sie sehr stark aufnimmt. Wasser und Blut nehmen bei 755 Nanometern dagegen kaum Energie auf. Das Licht wirkt also gezielt dort, wo Pigment sitzt: im Haarschaft und in der Haarwurzel.

In der Praxis gehört der Alexandrit-Laser seit den späten 1990er-Jahren zu den am häufigsten eingesetzten Systemen für die Haarentfernung. Die Cochrane-Übersicht von Haedersdal 2006 wertet ihn zusammen mit dem Diodenlaser als die Technik mit den besten belegten Ergebnissen. Wir arbeiten bei Laserazor mit Alexandrit-Lasern der Klasse IIb, also derselben Geräteklasse, die in Hautarztpraxen steht: dem Lutronic Clarity II in Berlin, München und Augsburg und dem Candela GentleMax Pro Plus in Hamburg. Beide Geräte vereinen Alexandrit 755 nm und Nd:YAG 1064 nm in einem System.

Wie der Alexandrit-Laser wirkt

Selektive Photothermolyse bezeichnet das Prinzip, dass Licht einer passenden Wellenlänge und Pulsdauer eine pigmentierte Struktur so schnell erwärmt, dass sie zerstört wird, bevor die Wärme das umliegende Gewebe erreicht.

Beschrieben haben dieses Prinzip Anderson und Parrish 1983 in der Zeitschrift Science. Für die Haarentfernung heißt das: Ein Lichtimpuls von wenigen Millisekunden trifft auf die Haut. Das Melanin im Haarschaft nimmt die Energie auf und wandelt sie in Wärme um. Die Wärme läuft am Haar entlang bis zur Wurzel und zu den Stammzellen der Haarwulst, die für den Nachwuchs zuständig sind. Bei ausreichender Energie werden diese Zellen dauerhaft¹ geschädigt, das Haar fällt in den folgenden zwei bis drei Wochen aus und wächst nicht nach.

Drei Parameter bestimmen, ob das gelingt: die Wellenlänge, die Pulsdauer und die Energiedichte, gemessen in Joule je Quadratzentimeter. Die Pulsdauer muss kürzer sein als die Zeit, in der die Wurzel ihre Wärme an die Umgebung abgibt. Das sind je nach Haardicke etwa 10 bis 100 Millisekunden. Die Fachkraft stellt diese Werte für jede Zone und jeden Hauttyp neu ein. Genau deshalb ist die Ausbildung nach NiSV keine Formalie, sondern der Unterschied zwischen Wirkung und Rötung ohne Effekt.

Alexandrit 755 nm Pigment-Aufnahme Eindringtiefe Hauttyp I bis III Diode 808 nm Pigment-Aufnahme Eindringtiefe Hauttyp I bis IV Nd:YAG 1064 nm Pigment-Aufnahme Eindringtiefe Hauttyp IV bis VI
Je länger die Wellenlänge, desto tiefer dringt das Licht ein und desto weniger reagiert es auf das Pigment der Oberhaut. Alexandrit nimmt das Haarpigment am stärksten auf, Nd:YAG ist bei dunkler Haut am sichersten.

Die Grafik zeigt, warum 755 Nanometer für helle Haut so gut passen: Kein anderer gängiger Laser wird so stark vom Haarpigment aufgenommen. Bei dunkler Haut ist genau das der Nachteil, weil auch die Oberhaut viel Melanin enthält und Energie abfängt. Dafür gibt es die zweite Wellenlänge im Gerät, mehr dazu im Ratgeber Alexandrit oder Nd:YAG.

Für wen der Alexandrit-Laser geeignet ist

Geeignet für Alexandrit sind Menschen mit den Hauttypen I bis III nach Fitzpatrick und Haaren, die dunkler sind als ihre Haut: schwarz, dunkelbraun, mittelbraun, auch dunkelblond mit sichtbarem Pigment.

Die Einteilung stammt von Fitzpatrick 1988 und beschreibt, wie Haut auf Sonne reagiert. Typ I verbrennt immer und bräunt nie, Typ III bräunt langsam nach anfänglicher Rötung, Typ VI ist sehr dunkel und verbrennt praktisch nie. Je heller die Haut und je dunkler das Haar, desto größer ist der Kontrast, den der Laser braucht.

I verbrennt immer Alexandrit II verbrennt leicht Alexandrit III bräunt langsam Alexandrit IV bräunt leicht Alexandrit oder Nd:YAG V bräunt stark Nd:YAG VI sehr dunkel Nd:YAG
Hauttypen nach Fitzpatrick (1988) und die Wellenlänge, mit der wir sie behandeln. Die Zuordnung ist eine Faustregel, entscheidend sind Hauttyp-Check und Testimpulse vor der ersten Sitzung.

Bei Hauttyp IV entscheiden Testimpulse. Viele Menschen mit olivfarbener Haut vertragen Alexandrit mit reduzierter Energie gut, andere reagieren mit Pigmentflecken. Dann behandeln wir mit Nd:YAG. Bei Typ V und VI ist Nd:YAG von Anfang an die sichere Wahl, das bestätigt auch die Übersicht von Ibrahimi und Kollegen 2011.

Wo der Alexandrit-Laser an seine Grenzen kommt

  • Graue, weiße und sehr helle blonde Haare: Ohne Pigment gibt es kein Ziel. Kein Laser kann diese Haare zuverlässig entfernen, auch nicht mit höherer Energie.
  • Rote Haare: Das rötliche Pigment Phäomelanin nimmt 755 nm schwächer auf als das dunkle Eumelanin. Rote Haare reagieren oft nur teilweise, deshalb prüfen wir das in der Probesession.
  • Frische Bräune und Selbstbräuner: Beides erhöht das Pigment in der Oberhaut. Dann wechseln wir auf Nd:YAG oder warten zwei Wochen.
  • Sehr feiner Flaum: Feine, kaum pigmentierte Härchen, etwa an den Wangen, sprechen schlechter an als kräftige Haare.

Welche Zonen sich behandeln lassen

Der Alexandrit-Laser eignet sich für praktisch jede Körperzone, vom Oberlippenbart bis zum kompletten Bein. Große Spotgrößen von bis zu 24 Millimetern machen ihn schnell: Achseln dauern zehn Minuten je Sitzung, Beine komplett 45 Minuten. Bei uns buchen Frauen am häufigsten Achseln, Intim komplett, Beine und Gesicht, Männer Rücken, Brust, Nacken und Bartkante. Eine Übersicht aller Zonen findest du unter Behandlungen.

ZoneDauer1 Sitzung3er je Sitzung5er je Sitzung10er je Sitzung
Oberlippe10 Min49 €39 €29 €27 €
Gesicht komplett20 Min109 €87 €65 €60 €
Achseln10 Min69 €55 €41 €38 €
Bikinizone10 Min89 €71 €53 €49 €
Intim komplett (Damen oder Herren)15 Min139 €111 €83 €76 €
Unterschenkel30 Min169 €135 €101 €93 €
Beine komplett45 Min309 €247 €185 €170 €
Rücken komplett40 Min259 €207 €155 €142 €
Achseln + Intim komplett15 Min139 €129 €119 €109 €
Ganzkörper180 Min649 €599 €549 €509 €

Auszug aus der Preisliste mit allen 31 Zonen, Stand 9. September 2026. Preise je komplette Zone, gültig in allen Studios, Pakete 24 Monate gültig.

Ein Beispiel für die Rechnung über die ganze Serie: Achseln kosten 69 € als Einzelsitzung und 38 € je Sitzung im 10er-Paket. Acht Sitzungen im Paket kosten damit weniger als fünf Einzelsitzungen. Preise für Zonen, Kombinationen und die VIP-Flatrate ab 99 € im Monat stehen auf der Seite Preise.

Ablauf einer Behandlung bei Laserazor

1 Hauttyp-Check Fitzpatrick, Medikamente, Sonne2 Testimpulse Energie je Zone festlegen3 Behandlung Kühlung vor jedem Impuls4 Nachsorge LSF 50, keine Sauna5 Wiederholung alle 6 bis 8 Wochen
So läuft die erste Behandlung bei Laserazor ab. Die Probesession umfasst alle Schritte für eine komplette Zone.
  1. Hauttyp-Check und Beratung. Die Fachkraft bestimmt den Hauttyp nach Fitzpatrick, fragt nach Medikamenten, Sonne, Hauterkrankungen und Hormonen und erklärt, was für deine Zone realistisch ist. Das dauert etwa zehn Minuten und ist Teil der 0 € Probesession.
  2. Vorbereitung. Die Zone sollte 12 bis 24 Stunden vorher rasiert sein, damit die Energie in die Wurzel geht und nicht in das Haar über der Haut. Vier Wochen vorher kein Waxing, Epilieren oder Zupfen, weil sonst die Wurzel fehlt. Die Haut muss sauber sein, ohne Creme, Deo oder Selbstbräuner.
  3. Testimpulse. An einer kleinen Stelle setzen wir einige Impulse mit der geplanten Energie und beobachten die Reaktion. Eine leichte Rötung um die Follikel ist das gewünschte Zeichen. Danach steht die Energie für die ganze Zone fest.
  4. Behandlung. Du trägst eine Laserschutzbrille. Die Fachkraft führt das Handstück Impuls für Impuls über die Zone. Unmittelbar vor jedem Impuls kühlt das Gerät die Haut, in Hamburg mit Kryogen-Spray, in den anderen Studios mit externer Cryo-Kühlung. Du spürst ein kurzes, warmes Zwicken, an Achseln und Beinen kaum, im Intimbereich deutlicher.
  5. Danach. Die Haut ist einige Stunden gerötet und leicht geschwollen um die Follikel, wie ein leichter Sonnenbrand. Es bleibt kein Gel und keine Wartezeit, du kannst direkt in den Alltag.
  6. Wiederholung. Nach zwei bis drei Wochen fallen die behandelten Haare aus. Die nächste Sitzung folgt nach sechs bis acht Wochen, wenn die nächste Gruppe Haare in der Wachstumsphase ist.

Die Kühlung ist keine Komfortfrage, sondern Voraussetzung für wirksame Energien. Sie schützt die Oberhaut vor der Wärme, während die Wurzel in zwei bis vier Millimetern Tiefe die volle Dosis bekommt. Ohne Kühlung müsste die Fachkraft die Energie so weit senken, dass bei vielen Haaren nichts passiert. Mehr dazu im Ratgeber Schmerzarme Laser-Haarentfernung.

Wie viele Sitzungen nötig sind

Sechs bis zehn Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen sind bei Laserazor die Regel, weil der Laser nur Haare in der Wachstumsphase erreicht und je Zone nur 20 bis 30 Prozent der Haare gleichzeitig wachsen.

Wachstum (anagen) Laser wirkt, 20 bis 30 % der Haare Übergang (katagen) Wurzel löst sich, kurze Phase Ruhe (telogen) Haar sitzt flach, fällt aus Anteil der Haare je Phase unterscheidet sich je Zone
Der Laser trifft nur Haare in der Wachstumsphase, weil nur dort Pigment und Wurzel verbunden sind. Weil je Zone nur 20 bis 30 Prozent der Haare gleichzeitig wachsen, braucht jede Zone mehrere Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen.

Jedes Haar durchläuft drei Phasen. In der Wachstumsphase sitzt es tief in der Wurzel und ist über Pigment und Blutgefäße versorgt. In der Übergangsphase löst sich die Wurzel, in der Ruhephase sitzt das Haar flach und fällt schließlich aus. Nur in der Wachstumsphase leitet der Haarschaft die Wärme bis zu den Stammzellen. Deshalb erwischt eine Sitzung immer nur den Teil der Haare, der gerade wächst. Wie groß dieser Teil ist, hängt von der Zone ab: Am Kopf wachsen 85 Prozent der Haare gleichzeitig, an Beinen und Achseln nur 20 bis 30 Prozent.

Die Zahl der Sitzungen hängt außerdem von Haardichte, Haarfarbe, Hormonen und der Zone ab. Achseln und Bikinizone reagieren meist schnell, oft ist nach vier Sitzungen deutlich weniger da. Beine, Rücken und Gesicht brauchen eher acht bis zehn. Eine seriöse Ansage vorab lautet daher nicht „nach drei Sitzungen glatt", sondern: nach der vollständigen Serie ist die Zone dauerhaft¹ haarfrei. Wie belastbar diese Zahlen sind, ordnet der Ratgeber Faktencheck: dauerhaft ein.

Alexandrit oder Nd:YAG: der Unterschied in einer Tabelle

KriteriumAlexandrit 755 nmNd:YAG 1064 nm
Aufnahme durch Haarpigmentsehr hochgering bis mittel
Eindringtiefemittel, erreicht die Wurzel bei heller Hauthoch, bis 4 mm
HauttypenI bis III, IV nach TestimpulsenIV bis VI, gebräunte Haut
Feine und mittelbraune Haaregutschwächer, braucht mehr Energie
Empfinden je Impulskurzes Zwickentiefer, wärmer
Sitzungensechs bis zehnacht bis zehn
Bei LaserazorStandard bei heller HautStandard bei dunkler und gebräunter Haut
Oberhaut, 0,1 bis 0,3 mm Lederhaut, bis 4 mm 755 nm 1064 nm Alexandritstarke Aufnahmemittlere Tiefe Nd:YAGschwächere Aufnahmegroße Tiefe
Schematischer Hautquerschnitt. Die Haarwurzel liegt je nach Zone zwei bis vier Millimeter tief. Beide Wellenlängen erreichen sie, der Nd:YAG-Laser verliert dabei weniger Energie an das Pigment der Oberhaut.

Warum wir beide Wellenlängen brauchen, zeigt der Hautquerschnitt: Die Wurzel liegt bei allen Menschen ähnlich tief, aber die Menge Pigment in der Oberhaut unterscheidet sich stark. Bei dunkler Haut fängt die Oberhaut so viel 755-nm-Licht ab, dass die Wurzel zu wenig bekommt und die Oberhaut zu viel. Der Nd:YAG-Laser umgeht das, weil sein Licht vom Pigment weniger stark aufgenommen wird und tiefer reicht.

Risiken und Nebenwirkungen

Bei korrekter Energie und Kühlung sind die Nebenwirkungen des Alexandrit-Lasers mild und vorübergehend. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nennt als typische Reaktionen Rötung, leichte Schwellung um die Follikel und in seltenen Fällen vorübergehende Pigmentverschiebungen. Verbrennungen und Narben entstehen fast ausschließlich durch zu hohe Energie bei dunkler oder gebräunter Haut oder durch fehlende Kühlung. Genau davor schützen Hauttyp-Check, Testimpulse und die Fachkunde nach NiSV.

  • Normal: Rötung und Wärmegefühl für einige Stunden, kleine Schwellungen um die Haarfollikel, in den ersten Tagen ein Gefühl wie leichter Sonnenbrand.
  • Selten: vorübergehende dunkle oder helle Flecken, vor allem bei Bräune, meist nach Wochen bis Monaten verschwunden. Vorsicht gilt bei Neigung zu Pigmentstörungen, mehr im Ratgeber Laser bei Pigmentflecken.
  • Sehr selten: Bläschen, Krusten oder paradoxes Haarwachstum, also feine neue Haare am Rand der behandelten Zone. Das betrifft vor allem Gesicht und Hals bei dunkleren Hauttypen und lässt sich durch Behandlung der Randzone beheben.

Wann du vorher zum Arzt solltest

Bei aktiven Hauterkrankungen in der Zone, bei Medikamenten, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen, etwa Isotretinoin, bestimmten Antibiotika oder Johanniskraut, bei Schwangerschaft und bei plötzlich starkem Haarwuchs mit unklarer Ursache. Muttermale und Tattoos sparen wir aus, Details dazu in den Ratgebern Laser bei Tattoos und Laser bei Narben. Wann eine Praxis die bessere Adresse ist, erklärt der Ratgeber Hautarzt oder Studio.

Nachsorge: die ersten 48 Stunden und die Wochen danach

Am Behandlungstag: kein Sport, keine Sauna, kein heißes Bad, kein Solarium. Die Haut kühl halten, bei Bedarf mit einer parfümfreien, feuchtigkeitsspendenden Creme oder Aloe-vera-Gel pflegen. Keine Peelings, kein Deo mit Alkohol auf frisch behandelten Achseln.

Die ersten zwei Wochen: Sonne meiden oder Lichtschutzfaktor 50 auf die behandelte Zone. Behandelte Haut ist empfindlicher gegenüber UV-Licht, und Bräune vor der nächsten Sitzung würde die Energie begrenzen.

Zwei bis vier Wochen danach: Die behandelten Haare werden von der Haut nach oben geschoben und fallen aus. Das sieht kurz wie Nachwachsen aus, ist aber das Zeichen, dass die Behandlung gewirkt hat. Du kannst die Zone in dieser Zeit rasieren, aber nicht wachsen oder zupfen. Danach beginnt der Zyklus von vorn, und die nächste Sitzung steht nach sechs bis acht Wochen an.

Alexandrit-Laser zu Hause?

Alexandrit-Laser gibt es nicht für den Heimgebrauch. Geräte für zu Hause sind fast immer IPL-Blitzlampen oder schwache Diodenlaser mit einem Bruchteil der Energiedichte. Sie können den Haarwuchs bei heller Haut und dunklem Haar verlangsamen, erreichen aber selten eine dauerhafte¹ Reduktion und sind für dunkle Haut nicht zugelassen. Der Hauptunterschied ist nicht nur die Energie, sondern die Beurteilung: Zu Hause fehlt der Hauttyp-Check, die Testimpulse und die Anpassung je Zone. Einen Vergleich aller Methoden findest du im Ratgeber Dauerhafte Haarentfernung: Methoden im Vergleich.

Alexandrit-Laser bei Laserazor

Laserazor behandelt in sechs Studios: Berlin Pestalozzistraße 13 und Danckelmannstraße 24 (beide Charlottenburg), München Steinstraße 57 (Haidhausen) und Westendstraße 142, Augsburg Unter dem Bogen 2 und ab 15. Oktober 2026 Hamburg Poststraße 36. In Berlin, München und Augsburg arbeiten wir mit dem Lutronic Clarity II (Alexandrit 755 nm und Nd:YAG 1064 nm) und in Berlin und München zusätzlich mit dem DEKA Again Pro, in Hamburg mit dem Candela GentleMax Pro Plus. Alle Geräte sind Medizinprodukte der Klasse IIb mit Kühlung unmittelbar vor jedem Impuls. Jede Fachkraft, die dich behandelt, hat die Fachkunde nach NiSV. Über 7.100 Google-Bewertungen mit 5,0 Sternen zeigen, wie das im Alltag ankommt.

Alexandrit-Laser testen: 0 € Probesession

Hauttyp-Check, Testimpulse und eine komplette Zone, zum Beispiel Achseln oder Bikinizone, für 0 €. Ohne Kauf, ohne Abo, ohne Verpflichtung. Nach zwei bis drei Wochen siehst du selbst, wie die Haare ausfallen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Alexandrit-Laser und Nd:YAG-Laser?

Der Alexandrit-Laser arbeitet mit 755 nm und wird vom Haarpigment sehr stark aufgenommen, deshalb ist er bei heller bis mittlerer Haut (Fitzpatrick I bis III) die erste Wahl. Der Nd:YAG-Laser arbeitet mit 1064 nm, dringt tiefer ein und reagiert weniger auf das Pigment der Oberhaut. Er ist bei dunkler und gebräunter Haut (Typ IV bis VI) die sichere Wahl. Bei Laserazor stehen beide Wellenlängen im selben Gerät.

Für welche Hauttypen ist der Alexandrit-Laser geeignet?

Für die Hauttypen I bis III nach Fitzpatrick, also sehr helle bis leicht bräunende Haut, mit Haaren, die dunkler sind als die Haut. Bei Typ IV entscheiden Testimpulse, ab Typ V behandeln wir mit Nd:YAG.

Wie viele Sitzungen brauche ich mit dem Alexandrit-Laser?

Meist sechs bis zehn Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen. Der Laser wirkt nur auf Haare in der Wachstumsphase, und das sind je Zone nur 20 bis 30 Prozent gleichzeitig. Achseln und Bikinizone reagieren oft schneller, Beine, Rücken und Gesicht brauchen eher das obere Ende.

Tut die Behandlung mit dem Alexandrit-Laser weh?

Du spürst je Impuls ein kurzes, warmes Zwicken, an Beinen und Achseln kaum, im Intimbereich und an der Oberlippe deutlicher. Die Kühlung unmittelbar vor jedem Impuls nimmt den größten Teil der Wärme. Eine Betäubungscreme braucht niemand.

Wirkt der Alexandrit-Laser bei blonden, roten oder grauen Haaren?

Bei grauen und weißen Haaren nicht, weil das Pigment fehlt. Sehr helle blonde Haare reagieren schwach, rote Haare teilweise. Dunkelblonde und mittelbraune Haare mit sichtbarem Pigment sprechen gut an. In der Probesession siehst du nach zwei bis drei Wochen, wie deine Haare reagieren.

Was kostet eine Behandlung mit dem Alexandrit-Laser?

Bei Laserazor kosten Achseln 69 € als Einzelsitzung und 38 € je Sitzung im 10er-Paket, Intim komplett 139 € und 76 €, Beine komplett 309 € und 170 €. Die erste Sitzung einer kompletten Zone ist die 0 € Probesession. Alternativ gibt es die VIP-Flatrate ab 99 € im Monat.

Kann ich mich im Sommer mit dem Alexandrit-Laser behandeln lassen?

Ja, solange die Zone nicht frisch gebräunt ist und du sie danach mit Lichtschutzfaktor 50 schützt. Bei Bräune wechseln wir auf Nd:YAG oder verschieben den Termin um zwei Wochen.

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

Vier Wochen vorher kein Waxing, Epilieren oder Zupfen, zwei Wochen vorher keine Sonne und kein Selbstbräuner, 12 bis 24 Stunden vorher rasieren. Am Tag der Behandlung keine Creme, kein Deo und kein Parfüm auf der Zone.

Welche Nebenwirkungen hat der Alexandrit-Laser?

Normal sind Rötung und kleine Schwellungen um die Follikel für einige Stunden. Selten sind vorübergehende Pigmentverschiebungen, vor allem bei gebräunter Haut. Verbrennungen und Narben entstehen fast nur durch falsche Energie oder fehlende Kühlung, davor schützen Hauttyp-Check, Testimpulse und die Fachkunde nach NiSV.

Ist der Alexandrit-Laser ein Medizinprodukt?

Die Geräte bei Laserazor, Lutronic Clarity II und Candela GentleMax Pro Plus, sind Medizinprodukte der Klasse IIb. Das ist dieselbe Geräteklasse, die in Hautarztpraxen steht. Kosmetikgeräte ohne diese Einstufung sind in der Energie begrenzt.

Quellen

Die fachlichen Aussagen in diesem Ratgeber stützen sich auf die folgenden Quellen. Zu jeder Quelle steht, wer sie verfasst hat, wann sie erschienen ist und welchen Status sie hat.

  1. Anderson RR, Parrish JA (1983). Selective photothermolysis: precise microsurgery by selective absorption of pulsed radiation. Science, Band 220, Seiten 524 bis 527. begutachteter Fachaufsatz. Zur Quelle. Beschreibt das Prinzip, auf dem jede Laser-Haarentfernung beruht: Licht einer passenden Wellenlänge und Pulsdauer erwärmt gezielt pigmentierte Strukturen, das umliegende Gewebe bleibt geschont.
  2. Fitzpatrick TB (1988). The validity and practicality of sun-reactive skin types I through VI. Archives of Dermatology, Band 124, Seiten 869 bis 871. begutachteter Fachaufsatz. Zur Quelle. Definiert die sechs Hauttypen nach Sonnenreaktion, die bis heute Grundlage für die Wahl von Wellenlänge und Energie sind.
  3. Haedersdal M, Gøtzsche PC (2006). Laser and photoepilation for unwanted hair growth. Cochrane Database of Systematic Reviews, Ausgabe 4, CD004684. systematische Übersichtsarbeit (Cochrane). Zur Quelle. Wertet randomisierte Studien aus: Alexandrit- und Diodenlaser zeigen eine Haarreduktion von rund 50 Prozent bis sechs Monate nach der Behandlung; für IPL und Nd:YAG war die Datenlage damals dünner. Langzeitdaten über Jahre fehlten in den ausgewerteten Studien.
  4. Ibrahimi OA, Avram MM, Hanke CW, Kilmer SL, Anderson RR (2011). Laser hair removal. Dermatologic Therapy, Band 24, Seiten 94 bis 107. begutachteter Übersichtsartikel. Zur Quelle. Übersicht zu Wirkmechanismus, Wellenlängen (Alexandrit 755 nm, Diode 800 bis 810 nm, Nd:YAG 1064 nm), Hauttypen, Kühlung und Nebenwirkungen; Nd:YAG gilt als sicherste Wahl für dunkle Hauttypen.
  5. Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) (laufend aktualisiert). Haarentfernung mit Laser und IPL: Informationen des Bundesamts für Strahlenschutz. bfs.de, Themenbereich optische Strahlung. Behördeninformation. Zur Quelle. Erklärt Wirkprinzip und Risiken (Rötung, Pigmentverschiebung, Verbrennung bei falscher Energie) und empfiehlt Anwendung durch fachkundige Personen.
  6. Bundesregierung (Verordnung) (2018, in Kraft seit 31.12.2020). Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV). Bundesgesetzblatt 2018 Teil I, Seite 2034. Rechtsverordnung. Zur Quelle. Regelt, wer Laser und IPL am Menschen anwenden darf. Für Haarentfernung ist eine nachgewiesene Fachkunde Pflicht, gezielt gewebeverletzende Anwendungen bleiben Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
  7. Laserazor (Stand 9. September 2026). Preisliste Laser-Haarentfernung, alle 31 Zonen. laserazor.de/preise. Eigene Preisliste. Zur Quelle. Einzelsitzungen und Pakete mit 3, 5 und 10 Sitzungen, gültig in allen Studios, 24 Monate Laufzeit.

¹ „Dauerhaft“ bedeutet: Nach einer vollständigen Serie wächst in der behandelten Zone kein Haar mehr nach, das der Laser erreicht hat. Graue, weiße und sehr helle Haare erreicht kein Laser. Hormonelle Veränderungen können neues Wachstum auslösen, dann reicht meist eine Auffrischungssitzung.

NiSV
Verfasst vom
Laserazor NiSV-Fachteam

Fachkräfte mit Fachkunde nach NiSV aus den Laserazor-Studios in Berlin, München, Augsburg und Hamburg. Sie behandeln täglich mit Alexandrit- und Nd:YAG-Lasern und schreiben hier auf, was sie im Studio erklären: ohne Werbeversprechen, mit Quellen.

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Laser-Haarentfernung ist eine kosmetische Anwendung; bei Hauterkrankungen, Medikamenten mit erhöhter Lichtempfindlichkeit, Schwangerschaft oder unklarem Haarwuchs ist vorher ärztlicher Rat sinnvoll.